Leistung · Steuerkonzeption
Was eine Steuerkonzeption von einer Steuererklärung unterscheidet
Eine Steuererklärung bildet ab, was im vergangenen Jahr passiert ist. Eine Steuerkonzeption entscheidet, was in den nächsten Jahren passiert. Der Unterschied ist nicht formal, sondern wirtschaftlich: Nach dem Bilanzstichtag lassen sich die meisten Hebel nicht mehr bewegen.
In der Konzeption werden vier Ebenen zusammen betrachtet, die in der laufenden Beratung oft getrennt bleiben: die Rechtsform und ob sie zur tatsächlichen Ertragslage passt, die Beteiligungsstruktur und ob eine Holding den Verkauf oder die Thesaurierung verbessert, die Gewinnverwendung zwischen Ausschüttung, Thesaurierung und Investition, sowie die Vermögensebene mit Immobilien, Beteiligungen und privater Absicherung.
Der Ertrag entsteht selten aus einem einzelnen Kniff, sondern daraus, dass diese Ebenen nicht mehr gegeneinander arbeiten. Ein klassisches Beispiel: Eine GmbH thesauriert Gewinne, um Körperschaftsteuer zu sparen, während der Gesellschafter privat eine Immobilie über ein teures Darlehen finanziert. Beides ist für sich richtig — zusammen ist es teuer.
Das Ergebnis ist ein schriftliches Konzept mit Rechenweg, nicht eine Empfehlung im Gespräch. Sie können es einem zweiten Berater vorlegen, es Ihrer Bank zeigen und in drei Jahren nachlesen, warum eine Entscheidung so getroffen wurde.